Weiterbildung

zur/zum geprüften Fachfrau/-mann für pädagogische Familien- und Erziehungshilfe


Die Aufgabe einer/s geprüften Fachfrau/-mann für pädagogische Familien- und Erziehungshilfe ist es Familien mit psychischen, physischen oder konfliktgeleiteten Beeinträchtigungen die Bewältigung des Familienalltages zu ermöglichen. Ein/e geprüfte/r Fachfrau/-mann für pädagogische Familien- und Erziehungshilfe soll soll im situativen Lebens- und Familienumfeld eine Unterstützung für die personensorgeberechtigten, sowie deren Kinder und Jugendliche sein, so dass eine Abwendung des Gefährdungspotential und damit einhergehend ein Verbleib der Minderjährigen in der Familie möglich wird.

 

Der Schwerpunkt der Tätigkeit ist aufgrund der Familiensituationen individuell verschieden, deshalb ist eine große Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der/s geprüften Fachfrau/-manns für pädagogische Familien- und Erziehungshilfe notwendig. Das Ziel ist immer die größtmögliche Selbstständigkeit der betroffenen Familienmitglieder.

 

Die Arbeit einer/s geprüften Fachfrau/-manns für pädagogische Familien- und Erziehungshilfe ist mit vielen Bereichen verknüpft. Eine enge Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Schule, Jobcenter, Ärzten und Rechtsbereichen ist ebenso Voraussetzung, wie eine gute Kooperation aller Beteiligten.


Zielgruppe

Unser Angebot richtet sich an Fachkräfte gem. § 72 SGB VIII. Diese sind von unseren Auftraggebern entsprechend ihren Qualifikationen gemäß Entgeltvereinbarung auszuwählen.


Inhalte des Lehrgangs

  • Grundlagen
  • Situationsanalyse
  • Ressourcencheck / Network
  • Auswertung vorhandener / pädagogisches Gutachten
  • Gespräche mit Bezugspersonen, Network und Familie
  • Interaktionsbeobachtung
  • Genogramm
  • Soziogramm
  • Traumapädagogik
  • Dokumentation
  • Abschlussbericht / Hilfeplan / Gesamtplan
  • Initiierung umsetzbarer und entlastbarer Hilfen
  • Konstellation von Konflikten
  • Konfliktmanagement
  • Arbeitsformen
  • Kindeswohlgefährdung
  • Medienkompetenz
  • Interkulturelle Kompetenzen
  • Die Grundorientierung des Heidelberger Modells
  • Die Person des Familienhelfers
  • Das umfeldorientierte Modell
  • Mittel und Methoden, Suchtgefahren und Umgang mit Abhängigkeiten
  • Gesprächsführung
  • Rituale
  • Die Bedeutung der Ernährung im Rahmen eines gesunden Lebensstils im Kindes- und im Jugendalter


Abschluss und Zertifikat

 

Die erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang wird mit einem Zertifikat bescheinigt.

 

 

Leistungsnachweise

 

Anzufertigen ist eine Hausarbeit zu einem Themenschwerpunkt, mindestens ein Protokoll eines Lehrgangsbausteins, ein Kurzreferat und die erfolgreiche Teilnahme am Abschlusskolloquium.

 

 

Umfang


Das Seminar findet berufsbegleitend statt. Der Umfang der Weiterbildung beläuft sich auf 525 Unterrichtsstunden zzgl. Hausarbeit, Präsentation und Kolloquium.